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Meerrettich

Bauernsenf, Beißwurzel, Kren, Mirchwurzel, Rachenputzer, Skorbutkraut; Eng: horse-radish; Franz: mérédic, cran

Oberkategorie   Kräuter / Gewürze
Unterkategorie    

Herkunft  
Ost- und Südeuropa
Meerrettich

Beschreibung

Der in Osteuropa noch wildwachsende Meerrettich ist eine bereits seit der Antike bekannte Heil- und Gewürzpflanze, die bei uns vor allem in Ost- und Süddeutschland angebaut wird. Der zum Würzen verwendete Pflanzenteil ist die pfahlartige, bräunliche Wurzel mit ihrem weißen, holzigem Fleisch.

Sie wird bis zu 60 cm lang und ist reich an ätherischen Ölen, die der Wurzel ihr charakteristisches, brennend scharfes Aroma verleihen. Diese Öle sind vor allem in jungen Wurzeln reich vorhanden, weshalb ältere Wurzeln deutlich milder in der Schärfe sind. Darüber hinaus ist Meerrettich reich an antibiotischen Wirkstoffen, Mineralstoffen und Vitaminen - er enthält mehr Vitamin C als Zitronen.

Im Handel ist Meerrettich während der Saison (Oktober-April) als Wurzel. Ganzjährig erhält man ihn als Tafelmeerrettich (u.a. mit Mayonnaise versetzt), Gemüsemeerrettich (mit Salz, Zitrone und Öl) oder Meerrettichsenf.

Gelagert wird die Wurzel am Besten dunkel in feuchtem, kühlen Sand. So ist sie mehrere Monate haltbar ohne Qualitätseinbuße. Ansonsten sollte sie luftdicht im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahrt werden.

Das Aroma des Meerrettich verflüchtigt sich schnell. Daher sollte er immer erst kurz vor dem Servieren gerieben und zur Speise zugegeben werden.

Nutzung

Geriebener Meerrettich wird zum Aromatisieren von Saucen oder (mit Sahne) als Würze zu Fleisch verwendet. Dabei ist darauf zu achten, den Meerrettich erst kurz vor dem Servieren in die heiße Sauce zu rühren, da er sonst an Schärfe verliert. Man kann Meerrettich jedoch auch als Gemüse zubereiten: Durch das längere Dünsten oder Kochen bekommt er ein Aroma, das an Kohlrabi erinnert. Ebenfalls verwendet werden können junge Meerrettichblätter, die eine pikante Zugabe zu Salaten oder Gemüse sind.