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Holunder

Holler, Holder Eng: elder Franz: sureau

Oberkategorie   Obst
Unterkategorie   Beerenobst

Herkunft  
Europa, Westasien
Holunder

Beschreibung

Holunder wächst fast unkrautartig an Böschungen und Wegen. Verwendbar sind sowohl im Frühjahr die Blüten, als auch im Spätsommer die schwarzen, in Dolden hängenden Beeren, die einen relativ großen, harten Kern haben. Daher sollten bei der Weiterverarbeitung der Beeren Verfahren verwendet werden, bei denen diese entfernt werden (dampfentsaften, passieren). In den unreifen Beeren und den Samen des Holunders ist Sambunigrin enthalten. Dieser kann zu Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen und Magen-/ Darmbeschwerden führen und ist daher vor allem für Kinder problematisch. Da der Wirkstoff beim Erhitzen zerfällt und damit seine toxische Wirkung verliert, sollten die Beeren vor dem Verzehr / der Weiterverarbeitung erhitzt werden.

Nutzung

Holunder ist sehr vielseitig verwendbar. Aus den Blüten kann man Sirup einkochen, sie als Tee verwenden oder als Hollerküchlein in Teig ausbacken. Die Beeren sollten zur Saftgewinnung dampfentsaftet werden, da sonst die Ausbeute sehr niedrig ist. Weitere Verwendungen: als Likör, Geist oder Aufgesetzter; aufgrund des herben Aromas auch interessant: herzhaft oder süß als Suppe oder in Saucen.