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Variationen von Käsefondue

Wer für die Feiertage ein Essen sucht, das gesellig ist, wenig Aufwand in der Vorbereitung bedeutet und auch während des Genusses dem Gastgeber die Möglichkeit gibt, völlig entspannt an der Runde teilzuhaben, der ist mit einem Fondue gut bedient. Wir möchten Ihnen als Alternative zu mehrgängigen Menüs einige Varianten des Käsefondues vorstellen, also der Urform des Fondues, das sich auch in den Varianten Bourguignonne (mit Öl) oder als Feuertopf (mit Brühe) großer Beliebtheit erfreut.

Über den Ursprung des Käsefondues streiten sich Schweizer und Franzosen – die genaue Herkunft ist unklar. Sicher ist nur, dass das Schmelzen von Käse und anschließende Auftunken mit Brot sowohl in den Schweizer Bergen als auch in den französischen Savoyen eine lange Tradition hat. Daher ist es wenig verwunderlich, dass es die eine Käsemischung und die eine Variante der Zubereitung nicht gibt. Alleine in der Schweiz gibt es je nach Region ganz unterschiedliche Fonduearten, die sich nicht nur in Käsesorten und Mischungsverhältnis unterscheiden, sondern auch in der Art des verwendeten „Tunkguts“ und der dazu servierten Beilagen.

Eine in der Zentralschweiz verwendete Mischung basiert auf Emmentaler, Appenzeller, Greyerzer und Vacherin. Klassisch nur mit Brot getunkt – helles Mischbrot, am Verträglichsten einen Tag alt - und ohne Beilage. Je nach Region werden weniger Käsesorten (z.B. nur Appenzeller oder nur Vacherin und Gryerzer) verwendet und Bündner Fleisch, gedünstete Kartoffeln und / oder Mixed Pickles dazu serviert. Das Fondue Savoyarde aus Frankreich basiert auf den ebenso würzigen Sorten Beaufort, Comté und Reblochon.

Variieren lassen sich diese Grundvarianten neben unterschiedlichen Käsesorten und -anteilen auch durch verschiedene Würze: viel Knoblauch, Curry oder Kräuter. Der obligatorische Weißwein kann für alkoholfreie Varianten auch durch Brühe (ggf. mit Apfelsaft gemischt) ersetzt werden, dann allerdings unter erhöhter Zugabe von Zitronensaft, da die Masse sonst zäh wird.

Für Käseliebhaber ist hier jedoch noch lange nicht Schluss. Wer Abwechslung liebt, greift zu ganz anderen Käsesorten und verfährt nach dem Motto: Getunkt wird was schmeckt. Hier einige Anregungen: 

würzig-fruchtig

Englisches Käsefondue

...mit Cheddar, Butterkäse, kräftigem Stilton, abgeschmeckt mit aromatischem Portwein. Getunkt wird mit Nussbrot, Sellerie und Birne

deftig-herzhaft

Bierfondue

... mit Emmentaler, Romadour und Butterkäse, aromatisiert mit Bier und Kümmel. Zum Tunken werden Komponenten der klassischen Brotzeit verwendet: Laugenbrezel, Radieschen, Rettich und Paprika.

edel-cremig

Italienische Fonduta mit Trüffeln

... mit feinwürzigem Fontina, Milch und Ei, veredelt mit Trüffeln. Getunkt wird mit Grissini, Artischockenherzen, Salami, Parmaschinken.

kräuter-aromatisch

Grünes Käsefondue

... auf Basis von Greyerzer und Appenzeller mit Basilikum, Petersilie, Zitronenthymian, grünem Pfeffer und Grappa abgeschmeckt. Auf die Fonduegabel werden Blumenkohl, Brokkoli, Paprika, Champignons und Weißbrot gesteckt.

fein-würzig

Ziegenkäsefondue

... dreierlei Ziegenkäse mit Sekt verfeinert. Getunkt wird mit kräftigem französischen Bauernbrot, Feigen und gebratenen Apfelstücken. Dazu wird Honig oder Ahornsirup gereicht.

aromatisch-leicht

Frischkäsefondue

Die etwas leichtere Variante mit Frischkäse und Morbiere, aromatisiert mit Kräutern, Lauchzwiebel, Knoblauch und Cayennepfeffer. Zum Tunken wird rohes oder bissfest gegartes Gemüse, gedämpfte Kartoffeln und Mischbrot verwendet.

anders herum

Vier-Käse-Fondue, frittiert

Emmentalerbällchen, Mozzarellakugeln in Parmesankruste, Fetawürfel mit Oregano und Camembert in Haselnusskruste. Frittiert wird im klassischen Öl-Fondue.