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Dim Sum - eine kleine Faltanleitung - Teil 2

Lotusblüte

Diese etwas aufwändigere Teigtasche gehört zu den offenen Varianten, bei denen das Farbspiel der Füllung besonders gut zur Geltung kommt. Ein wenig Geduld ist bei der Zubereitung erforderlich, das Ergebnis lohnt jedoch die Mühe. Ganz besonders schön wird die Lotusblüte, wenn die Füllungen verschiedenfarbit sind.
Beim Dämpfen darauf achten, ein Blatt Backpapier zurechtschneiden und in den Dämpfeinsatz legen. Die Taschen sind recht empfindlich.
 

Teigtaschen aus Reismehl

Auch Taschen aus Reisteig sind ein besonderer Augenschmaus. Der zarte Teig lässt die Füllung durch scheinen, daher sollte man beim Füllen darauf achten, Farbkontraste einzusetzen und die Füllung entsprechend zu verteilen. Reisteig ist der empfindlichste der Dim-Sum-Teigsorten. Mit ein wenig Übung bekommt man jedoch auch hier den "Dreh" heraus, die Blätter zügig aber mit vorsicht zu bearbeitetn.

Ein Teigblatt zurechtlegen und eine Ecke nach oben knicken. Diese von hinten mit wenig Wasser befeuchten.

Ein Reisteigblatt gut befeuchten. Hierzu das Blatt am Besten kurz in Wasser oder Reiswein tauchen. Auf der Arbeitsfläche vorsichtig ausbreiten.
Nun diese Spitze von Hinten zur Mitte hin knicken, dabei die Kanten zusammendrücken. Nun die Füllung in der Mitte verteilen. Diese sollte optisch ansprechend drappiert werden. Die Füllung scheint durch die sehr transparenten Blätter durch. Dabei auch darauf achten, dass die Tasche später herum gedreht wird und somit die Unterseite die dann sichtbare Seite ist.
Diesen Vorgang an der nächsten Ecke wiederholen. Die erste Tasche ist nun bereits fertig.
Nun eine Seite so umklappen, dass die Füllung bedeckt wird. Dabei vorsichtig arbeiten, damit das Teigblatt nicht reisst.
Nachdem auch die beiden restlichen Ecken auf diese Weise nach Innen gedrückt wurden, erhält man 4 Taschen....
 
Nun die anderen Seiten ebenfalls zur Mitte hin falten...
... die nun nacheinander befüllt werden können. ...und mit der verbliebenen Seite die Tasche schließen. Die Tasche herum drehen.

Die fertige Teigtasche auf einem mit Backpapier ausgelegtem Einsatz etwa 10 Minuten dämpfen. Es eignen sich fein gehackte oder pürierte Füllungen. Reine Fleischfüllungen sind ungeeignet, da sie sich unschön zusammenziehen.

Wird der Wan-Tan-Teig selbst hergestellt, kann man ihn gerade für diese Form auch sehr schön einfärben. Entweder man verwendet Speisefarbe, wie sie in flüssiger Form in gut sortierten Asienläden meist zu finden ist, oder man nimmt gut ausgedrückten, pürierten Spinat oder etwas Kurkuma.

Die Füllung ist nun gut durch die transparente Teighülle sichtbar. Je nach Rezept werden die Taschen roh gegessen oder einige Minuten iom Bambuseinsatz gedämpft.


 

Teil 1: Wan Tan / Diadem        Teil 2: Frühlingsrolle / Dreiecktasche       Teil 3: Lotusblüte / Reisteigtasche