Rote Bete ist meist vorgegart in Gläsern oder Vakuumverpackt im Handel. Wenn Sie die Knollen roh auf dem Markt erstehen, achten Sie auf eher kleinere Exemplare, da größere gerne holzig werden. Die Schale sollte unverletzt sein, da ansonsten die Knollen ausbluten.
Zubereitung
Aus dem gleichen Grund sollten die Knollen auch ungeschält gegart werden: Garzeit je nach Größe 20-50 Minuten - in ungesalzenem, leicht gesäuerten Wasser, damit die Farbstoffe erhalten bleiben. Kleinere Exemplare können auch mit Schale im Ofen zubereitet werden. Hierzu die Knollen in Alufolie gewickelt und 40-70 Minuten bei 175 Grad gegart. Beim Schälen oder Schneiden der Knollen möglichst Handschuhe tragen, da diese stark abfärben. Verfärbungen lassen sich jedoch auch mit einer angeschnittenen Zitrone entfernen. (Dies gilt allerdings nicht für Textilien, daher sollte bei der Verarbeitung mit Vorsicht gearbeitet werden!) Die so gegarten Knollen lassen sich zu Salat weiter verarbeiten, aber auch als Gemüse oder in Eintöpfen. Heutzutage eher unbekannt: Auch die Blätter der Roten Bete können schmackhaft wie Spinat zubereitet werden.
Rote Bete als Rohkost
Weniger bekannt ist, dass sich aus Rote Bete auch sehr schmackhafte Rohkost zubereiten lässt. Ob dünn als Carpacchio aufgeschnitten oder geraspelt - die kleine rote Knolle hat roh ein ganz anderes Aroma als gegart. Vorsicht in puncto Abfärben ist allerdings auch hier geboten. Ein wenig Essig oder Zitrussaft, dazu geraspelte Äpfel und Nüsse, gerne auch mit Joghurt oder Sahne gemischt und fertig ist ein aromatischer Rohkostsalat.
Rote Bete-Saft
Der Saft der Roten Bete ist ein wahrer Gesundheitstrunk. Klassisch kombiniert mit Orangensaft ist er besonders in der dunklen Jahreszeit ein wichtiger Nährstofflieferant. Darüber hinaus kann man sich die stark färbenden Eigenschaften des Saftes zu nutze machen: Pastateig erhält durch Zugabe von Rote Bete-Saft eine tiefrote Farbe. Aber auch andere Speise lassen sich damit leuchtend rot aufpeppen. Zuckerreduzierte Konfitüre aus roten Früchten (vor allem Erdbeeren) verlieren schnell an Farbe, die mit einem Löffel Rote Bete-Saft erhalten bleibt. Sie können den Saft aber auch zum Färben von Eiern oder Textilien nutzen. Ein wenig Pottasche intensiviert die Farbwirkung, Essig hellt die Farbe auf.
Begleitende Aromen
Rote Bete hat ein ausgeprägtes Aroma. Daher verträgt sie auch kräftige Gewürze. Die erdige Note unterstreichen Gewürze wie Piment, Nelke, Zimt, Muskat und Pfeffer. Ein wenig "Biss" verleiht die Kombination mit scharfen Gewürzen: ob Senf, Meerrettich oder Chili (Cayennepfeffer) - sie können sowohl zurückhaltend pikant als auch stärker mit deutlicher Schärfe eingesetzt werden.
Fast ein Muss ist die Zugabe von ein wenig Süße. Dies kann durch die obligatorische Prise Zucker (oder Honig) erfolgen. Ein besonderes Aroma verleiht jedoch ein wenig Konfitüre oder Fruchtsirup. Hier bieten sich vor allem Früchte an, die eine herbe Süße haben, wie Orangenmarmelade, Cassis- oder Brombeergelee. (Diesen herberen Charakter erreicht man übrigens auch durch das Karamellisieren des Zuckers.)
Manche dieser Früchte bringen eine Komponente mit, die ebenfalls unerlässlich ist: ein Spritzer Säure. Neben Essig kann dies Zitronen- oder Orangensaft sein oder - besonders apart - ein wenig Pomeranzensaft. Die Verwendung von geriebener Zitrusschale erhöht den frischen Charakter.
Lagerung
Rohe Rote Bete kann gut zwischen feuchter Zeitung oder in feuchtem Sand im Keller gelagert werden. Sie hält sich so mehrere Wochen. Zum Einfrieren eignet sie sich - wie alle Rübenarten - nicht, da sie beim Auftauen wässern. Das Einfrieren ist jedoch bei gekochten Knollen problemlos möglich. Diese lassen sich auch in einer süß-sauren Marinade gut einmachen. Einige Gewürze dazu und Sie haben das ganze Jahr über eine aromatische Beilage zu Salaten, Fisch oder Fleischgerichten zur Hand.