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Teil 1: von Aghanistan bis Malaysia

Afghanistan 

Fladenbrot, Tee, Milch, Ei und Marmelade. Wenn es überhaupt Frühstück gibt, dann ist das afghanische Frühstück auf den ersten Blick dem deutschen recht ähnlich. Fällt die erste Mahlzeit üppiger aus, kommen warmer Brei, Käse, Beeren, Fleisch hinzu. Getrunken wird süßer Tee mit Milch, dessen Zubereitung als Kaimagh-Tschai - ein mit Kardamon aromatisierter Tee mit einer Art Sahnehaube - schon etwas aufwändiger ist.

Bolivien

In Süd- und Mittelamerika hat Mais als Grundnahrungsmittel einen hohen Stellenwert. Bei einem typischen bolivianischen Frühstück taucht er gleich in unterschiedlichen Zubereitungsformen auf: als Pastel del Choclo (ein Auflauf mit Fleischfüllung), bei den auch in den Nachbarländern sehr beliebten Tamales (kleine Pasteten mit Fleisch und Kartoffeln gefüllt), in Salteñas (gefüllte Teigtaschen ähnlich der Empanadas) und Buñuelos (Krapfen). Neben Ananassaft als Getränk sind auch Zómo, ein süßes Getränk aus Maismehl, Wasser und Zimt, und Leche de tigre (Tigermilch), eine Mischung aus rohem Fisch und Limettensaft, beliebt.

Indonesien

Das indonesische Frühstück unterscheidet sich kaum von den anderen Mahlzeiten des Tages: Reis mit verschiedenen Beilagen (wie zum Beispiel Nasi Goreng oder Bubur Ayam), Süßkartoffel oder Maniok, dazu wird Tee, Kaffee oder Wasser gereicht.

Indien

Der starke Einfluss der Regionen in der indischen Küche zeigt sich auch bei der Wahl der Frühstücksgerichte. So findet sich in Südindien der hier als Grundnahrungsmittel dienende Reis und eine deutliche Schärfe: Idli, kleine Reis-Bohnenkuchen, die mit scharfer Paste gereicht werden, Poha (Reisflocken), zu denen Joghurt gegessen wird und Dosa (knusprige Reismehlpfannkuchen). Die Nordindische  Küche ist eher geprägt durch Getreide als Grundnahrungsmittel. Dies kommt beim Frühstück in Form von Fladenbrot (Paratha) mit würzigen Saucen serviert oder als gefüllte Teigtasche (Samosa) auf den Tisch.

Jamaika

Schon die Auswahl an Getränken ist beim jamaikanischen Frühstück sehr vielfältig: Kaffee, Kräuter- oder Schwarzer Tee, Kokosmilch, Säfte oder die Jamaican Hot Cholate, ein spezieller Kakaotee. Ebenso variantenreich sind die meist herzhaften Gerichte: Ackee and Saltfish, ein bliebtes Gericht aus Ackee (einer tropischen Frucht), Tomaten, Speck und Saltfish (Kabeljau / Stockfisch); Bammie, Maniokbrot, das mit Kokosmilch zubereitet wird, gekochte oder gebratene Bananen und verschiedene gekochte oder frittierte Klöße.

Lesotho

Der Tag im südafrikanischen Lesotho beginnt mit einem sättigenden Getreidebrei. Dieser kann aus Mais sein, der mit gesäurter oder gekochter Milch zubereitet wird, oder aus Sorghumhirse, dem wichtigsten Brotgetreide Afrikas. Selbst gemachtes Brot und schwarzer Tee, der meist mit Milch getrunken wird, runden das Frühstück ab.

Malaysia

Im südostasiatischen Malaysia sind aufgrund seiner Historie drei große Bevölkerungsgruppen vertreten, die alle eine eigene Frühstückskultur pflegen. Malayische Familien essen Nasi Lemak, ein in Kokosmilch gegarter Reis, der mit Chilipaste und Beilagen gereicht wird, Pulut (Klebreis) und Roti Jala, Pfannkuchen mit einer charakteristischer Netzstruktur. Die indische Bevölkerungsgruppe bevorzugt Putu Mayam (süße Reiskuchen), Tosai (dünnes Fladenbrot aus Reismehl) oder Roti Canai, einem blättrigen Fladenbrot, zu dem Dal (Linsen) gereicht werden. In chinesischen Haushalten gibt es gebratene Reisnudeln (Char Kuey Teow) und gefüllte Hefeklöße (Pau). Getrunken wird Kaffee oder Teh Tarik ("gezogener Tee"), eine Spezialität, bei der der Tee mehrfach in scharfem Strahl von einem Gefäß ins andere gegossen wird, so dass ein Schaum entsteht. Abgerundet wird er mit gesüsster Kondensmilch.

Teil 2: von Mittelamerika bis Zypern